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2018/07/09
Market insight - Der Markt im 3. Quartal 2018

Die Weltwirtschaft wird sich 2018-2019 weiterhin gut entwickeln

Obwohl die Medien sich unablässig auf den rückgängigen Konjunkturindikatoren auslassen, entwickelt sich das Weltwirtschaftswachstum momentan gut: Für 2018 erwartet der IWF einen Zuwachs von 3,9%, was einem leichten jährlichen Anstieg von 0,1% entspricht. Die Auswirkungen der protektionistischen Massnahmen in den USA und der nachlassende positive Beitrag der lockeren Steuerpolitik im Jahr 2019 dürfte laut dem IWF jedoch das Weltwirtschaftswachstum auf 3,9% begrenzen. Darüber hinaus dürften die restriktivere Geldpolitik in den USA und das Ende der quantitativen Lockerung in der Eurozone verschiedene Auswirkungen auf alle Anlageklassen haben, die teilweise nicht vorhersehbar sind.

Nachdem 2017 das Weltwirtschaftswachstum noch nach oben korrigiert wurde, muss man 2018 feststellen, dass man dieses Phänomen nicht mehr beobachten kann. Nach dem naiven Optimismus von Anfang des Jahres haben uns die Zahlen nun zurück in die Realität geholt, in gewissen Regionen war dies sogar brutal wie beispielsweise in der Eurozone, in Japan und den Schwellenländern. Somit liessen die zyklischen Indikatoren in der Eurozone nach ihrem Höhepunkt im 4. Quartal 2017 nach, was für die Erwartungen der Ökonomen seit Jahresbeginn eine negative Überraschung darstellte. Man kann in den kommenden Monaten jedoch trotzdem eine Verbesserung oder zumindest eine Stabilisierung der Margen erwarten. Das Wachstum Chinas wird weiterhin von der zentralen Regierung gesteuert, die eifrig darauf bedacht ist, die Überhitzung gewisser Sektoren wie Infrastruktur und Immobilien zu verringern. Das Wachstumsziel von 6,5% dürfte somit 2018 erreicht werden, insbesondere dank des Binnenkonsums und der Investitionsausgaben. Dieses Wachstumsziel von 6,5% liegt jedoch unter dem Wert des Vorjahres, das bei 6,9% lag.

Vor diesem Hintergrund der Abwärtskorrektur der Wachstumsaussichten konnten sich lediglich die USA von der Masse absetzen. Die Steuersenkung erklärt wohl die optimistische Einstellung der Ökonomen gegenüber dem Land von Uncle Sam, während die zahlreichen politischen Krisen in der Eurozone sehr wahrscheinlich der Grund sind, warum in dieser Region ein solcher Pessimismus herrscht. Man kann jedoch stark davon ausgehen, dass diese offensichtliche Abkopplung nicht lange anhalten wird. Der Konsum in den USA könnte von einer höheren Inflation beeinträchtigt werden, insbesondere da der jüngste Anstieg des Ölpreises die Kaufkraft der US-Haushalte schwächen und somit einen Teil der positiven Auswirkungen des Steuerpakets auf das Wachstum tilgen dürfte. 
 

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